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Archiv der Woche 49/1999 (6. Dezember bis 10. Dezember 1999)
Hier finden sich folgende Tages-Einträge:
| Freitag, 10. Dezember 1999 | Stern |
| Donnerstag, 9. Dezember 1999 | Die Temperatur steigt |
| Mittwoch, 8. Dezember 1999 | Spektakuläre Informatik-Probleme |
| Dienstag, 7. Dezember 1999 | Die Schwelle |
| Montag, 6. Dezember 1999 | Meine Umfragen: Ein Fazit |
| Freitag, 10. Dezember 1999 | Stern | Vortag |
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In Deutschland gibt es im Moment fast Schlag auf Schlag interessante Entwicklungen in Bezug auf Y2K. Es gab lange Monate, wo für mich kein signifikanter Unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz auszumachen war. Das hat sich in der letzten Zeit doch recht deutlich geändert. Neuester "Schlag": Der "Stern" hat in der neuesten Nummer 50 das Jahr-2000-Problem als ausführliches Titel-Thema: Wir haben ein Problem. Oh ja, das denke ich mir auch. Die Artikel selbst, online zu finden unter http://www.stern.de/magazin/titel/1999/50/y2k.html, sind solide Hausmannskost; das eigentlich Bemerkenswerte für mich ist die Tatsache, dass ein Heft wie der "Stern" zum jetzigen Zeitpunkt dieses Titelthema wagt. Ein gewisser Jürgen Küssner hat unter http://www.elliottwaves.de/ eine recht interessante Site zum Thema Börse, und zwar eine Site der kritischen Art. Am interessantesten fand ich einen Artikel über den grossen Börsen-Crash damals 1929 in den USA, der mit zu einer Weltwirtschaftskrise geführt hat. Er ist zu finden unter http://www.infocity.de/homepages/elliottwaves/crash1929.htm. Jegliche Aehnlichkeiten mit der Situation an den Börsen heute ist natürlich rein zufällig, und es ist auch völlig ausgeschlossen, dass Y2K die Rolle eines Triggers spielen könnte, der das ganze riesige Kartenhaus schliesslich zum Einsturz bringt. Ja, ich frage mich sowieso langsam, warum ich mich Tag für Tag als Programmierer abrackere; man könnte doch wirklich die ganze Wirtschaft rein auf die florierende Börse stellen, dann bräuchte niemand mehr zu arbeiten. Kommen wir doch noch zu etwas kurioseren Dingen. Heute gelesen im Teletext des Schweizer Fernsehens: "2000: Nur Minderheit befürchtet Probleme" (oder so ähnlich). Gallup habe 50'000 Leute in insgesamt 60 Ländern zwischen August und Oktober zu Y2K befragt. Nur eine Minderheit von 44% mache sich Sorgen darüber. Lachen Sie nicht: 44% ist weniger als 50% und somit eine Minderheit, Punkt. Vor 2 Tagen Radio-Interview in SWR3 mit Michael Plappert von "Arche Nova" (siehe 23. November 1999), unter anderem mit seiner Einschätzung, dass es im Januar 2000 zu längeren Stromausfällen kommen könnte. Am Schluss folgende Bemerkung des Moderators: "Wir haben "Arche Nova" nicht auf unserer Internet-Site gelinkt; das hat ja eh keinen Sinn, ohne Strom." Danke, SWR3. Sehr originell. Zu guter Letzt etwa aus der Kategorie "Also, daran hätte ich jetzt nicht gedacht": im Jahr 2000 nicht mehr genügend sichere Fussfesseln. Siehe http://de.news.yahoo.com/991208/9/eojq.html. |
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| Donnerstag, 9. Dezember 1999 | Die Temperatur steigt | Vortag |
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Lange Zeit konnte ich in einem relativ gemütlichen Tempo jeweils etwa ein bestimmtes Thema pro Tag abhandeln. Dies wird zunehmend schwieriger. Einerseits, weil ich wohl schon über 200 Themen behandelt habe, aber andererseits auch, weil die Geschehnisse rund um Y2K seit einigen Tagen deutlich Fahrt aufnehmen und darum pro Tag viele Dinge zusammenkommen, bei denen es mich juckt, darüber zu berichten. Da ist z.B. eine neues spektakuläres Informatik-Problem: VW hat im Moment solche Mühe mit Ersatzteil-Lieferungen, dass z.T. sogar dringend benötigte Ersatzteile aus Neuwagen ausgebaut werden. Siehe http://de.biz.yahoo.com/991208/34/eo6c.html. Schade nur: Im Artikel wird nicht mal betont, dass es sich um kein Jahr-2000-Problem handelt. Die fragliche Software wurde allerdings im September eingeführt; wenn sie jetzt noch nicht richtig läuft, dann vielleicht auch am 1.1.2000 noch nicht, und schon haben wir ein Jahr-2000-Problem... Microsoft stellte einen Jahr-2000-Fix der ganz besonderen Art zur Verfügung: Das Upgrade für die Datenbanksoftware "Access 2.0", welches diese Jahr-2000-fähig machen sollte, enthält einen Bug, der je nach Umständen Datenbanken zerstört. Die betagte Version 2.0 von Access dürfte zwar nicht mehr allzu viele Anwender haben, aber trotzdem sollte Microsoft kein Upgrade mit Bug liefern. Siehe http://www.heise.de/newsticker/data/hps-07.12.99-000/. Ist doch gut: Alles bereit für Y2K, weit und breit kein Jahr-2000-Problem in Sicht, nur gehen die Datenbanken kaputt. Operation gelungen, Patient gestorben. Ulrich Grete, der Schweier "Mister 2000", hat für die Online-Ausgabe des grössten Schweizer Boulevard-Blattes "Blick" ein Interview gegeben (ob es auch gedruckt wurde, weiss ich nicht). Zitat:
Und, als Antwort auf die Frage, was er allen Normalbürgern rate, die sich bis heute einen Deut um das Jahr-2000-Problem geschert haben:
Ich würde sagen, mit diesen Aeusserungen hat sich der gute Herr Grete zu neuen Höhen im Jahr-2000-Optimismus aufgeschwungen. Da muss ich passen, in solche Höhen kann ich nicht folgen, ich bin kein Bergsteiger. Das Interview findet man unter http://www.blick.ch/blick/bl_archiv/1999/1999_12_07/bl_seiten/kaefer/main_ka06.htm. Zu guter Letzt noch diese Meldung aus Südamerika, dem Kontinent, wo es wohl wesentlich schwieriger sein wird, unbeschwerte Neujahrs-Feste zu feiern: Das "Social Security Institute" in Kolumbien, das die versicherungsrelevanten Daten von 4.5 Millionen Kolumbianern verwaltet, arbeitet mit einer nicht jahr-2000-fähigen Software, und wird diese höchstwahrscheinlich auch nicht mehr jahr-2000-fähig hinkriegen, denn die Software ist geklaut - siehe http://www.policy.com/news/dbrief/dbriefarc431.asp (etwa Mitte Artikel). |
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| Mittwoch, 8. Dezember 1999 | Spektakuläre Informatik-Probleme | Vortag |
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Zuerst eine kleine, persönlich erlebte Geschichte: Letzten Freitag war ich in einer Apotheke und wollte zwei Flaschen Hustensirup kaufen. Die Verkäuferin fragte mich dabei sachgerecht zuerst nach der Art des Hustens. Ich sagte, nun ja, eigentlich noch gar kein Husten, ich möchte einfach einen Vorrat an Hustensaft im Hause haben. Zuerst Erstaunen. Dann: "Es ist aber nicht üblich, Hustensirup auf Vorrat zu kaufen. Man weiss ja nicht im Voraus, welche Art Husten man haben wird." Die Verkäuferin nahm sogar Rücksprache mit der Apothekerin, welche nochmals bekräftigte, "Vorrat" sei unüblich und auch problematisch, weil der Hustensirup sein Verfalldatum erreichen könnte, bevor man ihn schliesslich braucht. Derart bestens aufgeklärt erhielt ich am Ende doch noch meine zwei Flaschen Hustensirup, mit einem Verfalldatum im Jahre 2002. Es kann ja sein, dass ich nach so langer Beschäftigung mit Y2K schon in jeder Ecke weisse Jahr-2000-Mäuse sehe; für mich aber trotzdem bemerkenswert, wie die Leute der Apotheke auf das Wörtchen "Vorrat" reagierten. Zum Thema: Es gab in letzter Zeit einige Beispiele von recht spektakulären Informatik-Problemen, Beispiele etwa vom Kaliber "Hershey's" (siehe 8. November 1999). Ich möchte 3 aktuelle kurz vorstellen: Die in den USA als Y2K-Musterknabe hingestellte SSA (siehe 7. September 1999) hat sich schon wieder einen dicken Schnitzer geleistet. Sie hat über eine halbe Million Versicherungsbescheide verschickt, in denen die Nummern der Versicherten falsch angegeben waren. Siehe http://www.computerworld.com/home/news.nsf/all/9912061ssa. Die Deutsche Bank wollte vielleicht mal ausprobieren, wie das mit dem Herstatt-Risiko so aussieht heutzutage (siehe 14. Oktober 1999), denn sie konnte durch einen Programmfehler einen ganzen Tag lang nicht am weltweiten Clearing-System für die Zahlungen der Banken untereinander teilnehmen. Normalerweise wickelt die Deutsche Bank etwa 100'000 Zahlungen pro Tag über dieses System ab. Siehe http://www.ft.com/hippocampus/q2f8566.htm. Und schliesslich noch ein Beispiel in der Schweiz. Ein Jahr-2000-Kollege hat mir einen interessanten Brief gefaxt, den eine in der Arzneimittelbranche tätige mittelgrosse Basler Firma kürzlich ihren Lieferanten geschickt hat.
Die drei Beispiele haben nach meiner Ansicht etwas gemeinsam: Es sind keine direkten Jahr-2000-Probleme. In den ersten Fällen wird das in den Artikeln sogar noch extra betont. Trotzdem darf man vermuten, dass sie indirekt mit dem Jahr 2000 zu tun haben, weil erst durch dieses Problem die Firmen gezwungen wurden, neue Systeme einzuführen oder bestehende zu überarbeiten. Es rütteln im Moment auf der ganzen Welt soviele Leute an sovielen Computersystemen herum, dass es einfach zu Problemen kommen muss. Es sind übrigens nicht die ersten Beuerungen, dass es sich bei dem und dem Vorfall ja nicht um ein Jahr-2000-Problem handelt, die ich angetroffen habe, aber ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich solche lese. Was ist denn die Meinung, was ich denken soll, wenn ich das lese? "Unsere Firma braucht kein Y2K, damit die Informatik versagt, das schaffen wir auch so." |
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| Dienstag, 7. Dezember 1999 | Die Schwelle | Vortag |
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Die Geschichte mit den deutschen Krankenhäusern geht weiter, und wer weiss, vielleicht entwickelt sich hier sogar ein kleines Jahr-2000-Skandälchen noch vor dem 1.1.2000. Siehe http://de.news.yahoo.com/991206/9/el5z.html. Ich muss dabei wieder einmal an die Schweizer Methode erinnern, die sich nach wie vor prima bewährt: Wenn niemand Umfragen macht, braucht sich auch niemand Sorgen zu machen. Die Russen gaben bekannt, ihre zivile Luftraumüberwachung ("Air Traffic Control") sei im Moment erst zu 50% auf das Jahr 2000 vorbereitet. Sie sichern aber zu, dass die verbleibende Hälfte der Systeme pünktlich bis zum 1.1.2000 bereitgemacht werde, so dass im Flugverkehr überhaupt keine Probleme zu befürchten seien - siehe http://www.usatoday.com/life/cyber/tech/ctg810.htm. So wie die Dinge in Sachen Y2K im Moment üblicherweise laufen, befürchte ich, dass jetzt alleine auf diese Zusage hin alle davon ausgehen, dass die Russen es rechtzeitig schaffen werden, und die Geschichte wird keinen Millimeter vorwärtsgehen, bis man am 1.1.2000 wird beweisen können, dass sie es nicht geschafft haben. Und nun wieder einmal Ueberlegungen allgemeiner Art zum Thema: Ob Schneeflocken gefährlich seien, hatte man den Bergbauern gefragt. "Nein, natürlich sind Schneeflocken ungefährlich. Jeden Winter fallen die hier, zu Millionen, manchmal fast täglich. Ganz normal und harmlos! Was denken Sie sich denn - soll ich mich ducken, wenn eine Schneeflocke kommt, damit sie mich nicht erschlägt?" Kurz nach diesem Interview wurde der ganze Hof des Bauern von einer Lawine zu Tal gerissen. Es waren eben ein paar Schneeflocken zuviel gefallen. Ob Regentropfen gefährlich seien, hatte man die Leute befragt, die die Häuser direkt am Fluss bewohnten. "Was für eine dumme Frage. Regnet es bei Ihnen zu Hause denn nicht, dass Sie uns fragen kommen müssen? Hier regnet es viel zu oft, aber vor Regentropfen braucht trotzdem niemand Angst zu haben!" Das war ein paar Tage, bevor ein paar Regentropfen zuviel in den Fluss fielen und dieser die Keller der Häuser zu füllen begann. Ob Borkenkäfer gefährlich seien, hatte man den Förster gefragt. "Ach, Borkenkäfer gab's schon immer, die gab's hier schon, als ich als kleiner Junge zum ersten Mal im Wald hier spazierenging. Die fressen halt ihre paar Borken, was sollten sie auch anderes tun." Im Jahr darauf musste sich der Förster auf einen neuen Beruf umschulen lassen, weil sich in seinem Revier die Borkenkäfer rasend schnell vermehrt hatten, bis es ein paar zuviele waren und der Wald starb. Ob Computerausfälle gefährlich seien, hatte man den Informatiker gefragt. "Herrje! Wir haben hier mehr Ausfälle, als Sie sich erträumen können, im ganz normalen Betrieb. Wäre ja schön blöd, wenn die gefährlich wären. Bis jetzt haben wir die Kisten immer wieder zum Laufen gekriegt, meistens sogar so schnell, dass ausser uns niemand etwas merkte." Das war, bevor sich der Informatiker eine neue Stelle suchen musste, weil es bei der Einführung einer neuen komplexen Mega-Applikation ein paar Wochen zu lange ein paar Ausfälle zuviel gab und das der Firma schlussendlich nicht bekam. Worauf ich mit diesen kleinen Geschichten hinaus will: Es ist für mich fast nicht mehr zum Aushalten, diese Argumentation gewisser Jahr-2000-Super-Optimisten, es gebe ja jetzt schon immer wieder die verschiedensten Probleme mit Computern, Applikationen und "embedded systems". Die stecke man erwiesenermassen ziemlich locker weg, weswegen nicht einzusehen sei, was denn im Jahr 2000 ach so Schreckliches passieren soll, wenn es ein paar Probleme mehr gibt als sonst. Was mich ärgert, ist nicht die Argumentation selbst. Die stimmt sogar: Ein paar Probleme mehr - ob die nun vom Jahr 2000 her kommen oder weil Murphy einen guten Tag hat - kriegen wir auch noch klein. Aber warum nur wird kaum über eine der zentralen Fragen in diesem Zusammenhang diskutiert: über die Frage nach der Schwelle. Wenn die Anzahl der Jahr-2000-Probleme unterhalb einer gewissen Schwelle bleibt, wird es zwar eine gewisse Zeit lang mühsam für die davon direkt Betroffenen, aber das war's dann auch schon. Wenn allerdings so viele Probleme auf einmal auftauchen, dass sie beginnen, sich gegenseitig hochzuschaukeln, ist der Ausgang der Geschichte ziemlich offen. Wieviele Probleme auf einmal verkraften wir? Wer hat diese Frage erforscht? Wer hat hier umfangreiche Computersimulationen laufen lassen, um den Verlauf eines möglichen Hochschaukelns zu studieren? Wer hat versucht, zu einer einigermassen fundierten Schätzung zu kommen, wo die Schwelle liegt? So viel ich weiss, niemand. |
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| Montag, 6. Dezember 1999 | Meine Umfragen: Ein Fazit | |
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Das Brunnersche Jahr-2000-Panik-Frühwarnsystem steht bei 149.1%: Seit Woche 34, die mit 100% als Referenz dient, haben die Zugriffe kaum um die Hälfte zugenommen. Dafür, dass seither 3 Monate vergangen sind und dafür, dass wir nur 4 Wochen vor dem Stichtag stehen, emfinde ich dieses Resultat als sehr erstaunlich. Panik abgesagt, bitte alle nach Hause gehen? Wir werden sehen. Gleich mehrere Leute haben mir den Tipp gegeben, mir mal den Artikel unter http://www.computerwoche.de/info-point/top-news/details.cfm?id=13336 anzuschauen. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Es wird also bis zum Jahr 2000 auch hierzulande ein paar Fälle gegeben haben, wo Leute nicht einfach all die guten Jahr-2000-Nachrichten für bare Münze nehmen, sondern - man staune - kritisch nachfragen. Ein paar wenige Fälle. Ich will heute nicht nur meinen routinemässigen Kurzkommentar abgeben zum Resultat der letzten Umfrage, sondern ein Fazit ziehen über alle Umfragen. (Ob ich noch weitere durchführen werde, weiss ich im Moment nicht; hängt ein bisschen von meiner Laune ab.) Insgesamt 16 Umfragen waren es bisher, immer mit reger Beteiligung, mit jeweils 200 Leuten oder mehr, wofür ich meinen Lesern einmal mehr ein Dankeschön aussprechen möchte. Es war immer sehr interessant; mir ist es kaum je gelungen, das Resultat genau vorauszusagen, es war stets irgendeine Ueberraschung drin. Natürlich sind die Umfrage-Ergebnisse nie und nimmer "repräsentativ" auf die Gesamtbevölkerung gesehen. Sie dürften aber deutliche Hinweise geben auf die Stimmung unter denjenigen Leuten im deutschsprachigen Raum, die besorgt sind über Y2K. Ich weiss nicht, ob das wichtig ist oder nicht, aber ich möchte es trotzdem erwähnen: Mein Tagebuch fand zwar einige Male Beachtung durch Medienleute, aber die Umfragen haben nie die besondere Aufmerksamkeit dieser Leute erregt. Eigentlich etwas erstaunlich, wenn man sich gewisse Resultate anschaut. Ich habe eine Liste der Aussagen erstellt, die jeweils die meisten Stimmen erhielten in den verschiedenen Umfragen. Statistisch gesehen natürlich höchst unzulässig, stellt dieser "Super-Durschnitt" für mich dennoch so etwas dar wie einen Einblick in die Gedankenwelt des "Durchschnitts-Jahr-2000-Pessimisten" hierzulande.
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